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Erschöpfung in den Wechseljahren: Was jetzt hilft

Erschöpfung in den Wechseljahren: Was jetzt hilft

Ständig müde, erschöpft und antriebslos? Damit bist du nicht allein. Viele Frauen erleben während der Wechseljahre einen spürbaren Energieverlust. Neben Hitzewallungen und Schlafstörungen gehört Erschöpfung zu den häufigsten Beschwerden in dieser Lebensphase. Die gute Nachricht: Du musst dich damit nicht abfinden. Wer die Ursachen kennt, kann gezielt gegensteuern.

Warum bin ich ständig müde?

Die hormonellen Veränderungen der Wechseljahre beeinflussen direkt unser Energielevel. Sinkt zu Beginn der Wechseljahre der Progesteronspiegel, leiden viele Frauen unter Schlafstörungen. Später können auch schwankende oder sinkende Östrogenspiegel zu Antriebslosigkeit und mentaler Erschöpfung beitragen. Gleichzeitig nimmt oft die Stresstoleranz ab - Anforderungen, die früher leicht zu bewältigen waren, kosten plötzlich deutlich mehr Kraft.

Mögliche Ursachen für Erschöpfung

Neben den hormonellen Veränderungen können weitere Faktoren Müdigkeit verstärken:

  • Eisenmangel durch starke oder lange Monatsblutungen
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Mangel an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen
  • Schlafmangel
  • Chronischer Stress
  • Flüssigkeitsmangel
  • Bewegungsmangel
  • Restriktive Diäten oder unausgewogene Ernährung

Deshalb lohnt es sich, mögliche körperliche Ursachen ärztlich abklären zu lassen.

8 Tipps für mehr Energie

  1. Eisenwerte überprüfen: Eisen ist entscheidend für den Sauerstofftransport im Körper. Ein Mangel kann starke Müdigkeit verursachen. Besonders bei starken Blutungen in der Perimenopause sollte der Eisenstatus kontrolliert werden.
  2. Schilddrüse untersuchen lassen: Eine Schilddrüsenunterfunktion kann ähnliche Beschwerden wie die Wechseljahre verursachen - darunter Erschöpfung, Gewichtszunahme und Konzentrationsprobleme.
  3. Genügend Eiweiss essen: Proteine liefern wichtige Bausteine für Muskeln, Hormone und Neurotransmitter. Eine ausreichende Eiweisszufuhr hilft, Muskelabbau vorzubeugen und das Energielevel zu stabilisieren.
  4. Auf wichtige Nährstoffe achten: Besonders relevant sind Vitamin D, B-Vitamine, Magnesium und Vitamin C. Mängel können Müdigkeit und Leistungseinbussen verstärken.
  5. Ausreichend trinken: Schon ein leichter Flüssigkeitsmangel kann Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Wasser und ungesüsste Tees sollten die Basis der Flüssigkeitszufuhr bilden.
  6. Schlaf priorisieren: Erholsamer Schlaf ist die wichtigste Energiequelle. Eine gute Schlafhygiene mit festen Schlafenszeiten und einer ruhigen Abendroutine kann helfen.
  7. Stress reduzieren: Dauerstress kostet Energie. Plane bewusst Erholungszeiten ein, setze Grenzen und erlaube dir, auch einmal Nein zu sagen.
  8. Regelmässig bewegen: Bewegung verbessert die Durchblutung, unterstützt den Stoffwechsel und gesteigert langfristig das Energielevel. Bereits tägliche Spaziergänge können einen Unterschied machen.

Die richtige Ernährung gegen Müdigkeit

Wer erschöpft ist, greift oft zu Zucker, Kaffee oder schnellen Snacks. Kurzfristig liefern sie Energie, langfristig verstärken sie jedoch häufig das Auf und Ab des Blutzuckers. Besser sind viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, hochwertige Eiweissquellen und gesunde Fette wie Nüsse, Samen und Olivenöl. Eine mediterrane Ernährung unterstützt sowohl die Hormonbalance als auch den Energiestoffwechsel.

Wann du Hilfe suchen solltest

Bleibt die Erschöpfung trotz Anpassungen des Lebensstils bestehen oder kommen Symptome wie Hoffnungslosigkeit, starke Antriebslosigkeit oder depressive Verstimmungen hinzu, solltest du ärztlichen Rat einholen. Hinter chronischer Müdigkeit können auch Depressionen, Burnout oder andere Erkrankungen stecken.

Fazit

Erschöpfung gehört für viele Frauen zu den Wechseljahren, ist aber kein Zustand, den du einfach akzeptieren musst. Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, Bewegung, Stressmanagement und die Kontrolle wichtiger Blutwerte können helfen, neue Energie zu gewinnen. Wichtig ist vor allem: Sei nachsichtig mit dir selbst und gib deinem Körper die Unterstützung, die er in dieser Phase braucht.

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