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Postmenopause: Die letzte Phase der Wechseljahre

Postmenopause: Die letzte Phase der Wechseljahre

Mit der letzten Monatsblutung sind die Wechseljahre noch nicht vorbei. Nach der Menopause beginnt die Postmenopause – die dritte und letzte Phase der hormonellen Umstellung. Für viele Frauen ist sie eine Zeit des Ankommens, aber auch eine Phase, in der die langfristigen Auswirkungen des sinkenden Östrogenspiegels stärker in den Fokus rücken.

Was ist die Postmenopause?

Als Postmenopause bezeichnet man die Zeit nach die Menopause, also nachdem die Periode mindestens zwölf Monate ausgeblieben ist. Sie beginnt meist zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr und reicht bis etwa zum 65. Lebensjahr.

In dieser Phase haben sich die Hormonspiegel auf einem neuen Niveau eingependelt. Die Produktion von Östrogen und Progesteron bleibt dauerhaft niedrig. Viele akute Wechseljahrsbeschwerden lassen nach, einige Symptome können jedoch weiterhin bestehen.

Typische Beschwerden in der Postmenopause

Trockene Haut und Schleimhäute

Durch den niedrigen Östrogenspiegel verlieren Haut und Schleimhäute an Feuchtigkeit. Häufige Folgen sind:

  • trockene oder empfindliche Haut
  • Juckreiz
  • vaginale Trockenheit
  • Beschwerden beim Geschlechtsverkehr
  • erhöhte Anfälligkeit für Blaseninfekte

Veränderungen von Haaren und Körpergewicht

Viele Frauen bemerken in dieser Lebensphase:

  • verstärkten Haarausfall
  • vermehrten Haarwuchs im Gesicht
  • eine Zunahme des Bauchfetts
  • einen langsameren Stoffwechsel

Verbleibende Wechseljahrsbeschwerden

Auch nach der Menopause können Beschwerden weiterhin auftreten, darunter: Hitzewallungen, Nachtschweiss, Schlafstörungen, Brain Fog, Konzentrationsprobleme und Erschöpfung.

Warum die Postmenopause wichtig für die Gesundheit ist

Östrogen beeinflusst weit mehr als die Fruchtbarkeit. Das Hormon schützt unter anderem Herz, Blutgefässe, Knochen und Gehirn. Mit dem dauerhaften Rückgang der Hormonspiegel steigt deshalb das Risiko für:

  • Osteoporose
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Stoffwechselstörungen
  • kognitive Veränderungen im Alter

Die Postmenopause ist daher ein idealer Zeitpunkt, um gezielt in die eigene Gesundheit zu investieren.

Was jetzt besonders wichtig ist

  • Mediterran essen: Eine mediterrane Ernährung gilt als besonders empfehlenswert. Sie liefert hochwertige Proteine, Ballaststoffe, gesunde Fette und wichtige Mikronährstoffe. Der Fokus sollte liegen auf: viel Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen und Samen, Olivenöl sowie Fisch und Meeresfrüchten.
  • Auf wichtige Nährstoffe achten: Mit zunehmendem Alter verändert sich die Nährstoffaufnahme. Besonders wichtig sind Vitamin D für die Knochengesundheit, B-Vitamine für Nerven und Energiestoffwechsel, Omega-3-Fettsäuren für Herz und Gehirn sowie Magnesium für Muskeln und Nervensystem.
  • Regelmässig bewegen: Bewegung gehört zu den wirksamsten Massnahmen für gesundes Altern. Empfohlen werden Ausdauertraining wie Gehen, Schwimmen oder Radfahren, Krafttraining zum Erhalt von Muskelmasse und Knochendichte sowie Gleichgewichts- und Beweglichkeitstraining.
  • Pflanzliche Unterstützung: Einige Frauen profitieren von pflanzlichen Wirkstoffen mit Phytoöstrogenen. Diese kommen unter anderem vor in Rotklee, Hopfen, Soja und Leinsamen. Sie können helfen, Beschwerden wie Hitzewallungen oder vaginale Trockenheit zu lindern.

Wann eine Hormontherapie sinnvoll sein kann

Bei starken Beschwerden oder einem erhöhten Osteoporoserisiko kann eine Hormonersatztherapie eine Option sein. Ob eine Behandlung infrage kommt, sollte individuell mit einer Gynäkologin oder einem Gynäkologen besprochen werden.

Fazit

Die Postmenopause markiert nicht das Ende der Gesundheit, sondern den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Auch wenn einige Beschwerden bestehen bleiben können, bietet diese Phase die Chance, aktiv in die eigene Gesundheit zu investieren. Mit einer ausgewogenen Ernährung, regelmässiger Bewegung und einer guten Vorsorge lassen sich viele Risiken reduzieren und die Lebensqualität langfristig erhalten.

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